Terminvereinbarung notwendig
Im Diagnosezentrum Liesing führen wir die Mammographie als 3D-Tomosynthese durch. Dabei wird die Brust aus mehreren Blickwinkeln aufgenommen und anschließend zu vielen dünnen „Schichtbildern“ rekonstruiert. So lassen sich Gewebestrukturen deutlich weniger überlagert beurteilen – ein Vorteil, der sich besonders bei dichtem Brustgewebe bewährt.
Was bringt die Tomosynthese?
- Bessere Sicht in Schichten: Auffälligkeiten lassen sich häufig klarer vom umgebenden Gewebe abgrenzen, weil sich Strukturen weniger „überdecken“.
- Mehr diagnostische Sicherheit, besonders bei dichter Brust: Gerade dort, wo die klassische Mammographie (2D-Darstellung) durch Überlagerungen limitiert sein kann, liefert die Tomosynthese als 3D-Darstellung oft zusätzliche Information.
- Präzisere Einordnung von Befunden: Durch die schichtweise Darstellung können unklare Areale besser beurteilt werden (z.B. ob es sich um echte Veränderungen oder um Überlagerungen handelt).
- Weniger Druck – mehr Komfort: Aufgrund der neusten Detektortechnologie ist um 40% weniger Druck zur Kompression der Brust bei der Aufnahme erforderlich. Dadurch ist die Untersuchung wesentlich angenehmer für unsere Patientinnen.
Technologie am Standort:
Das DZ Liesing verfügt über ein Tomosynthese-Gerät der neuesten Generation, um eine moderne, hochwertige Brustbildgebung bei gleichzeitig geringer Strahlenbelastung anbieten zu können.
Brustultraschall
Die Ultraschalluntersuchung der Brust kann – vor allem bei sehr dichtem Brustgewebe – eine wertvolle Ergänzung zur Vorsorge und Abklärung sein. Er ist besonders hilfreich, um bestimmte Veränderungen im Drüsengewebe besser darzustellen.
Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen: Die Ultraschalluntersuchung alleine ersetzt die Mammographie/Tomosynthese nicht und eine alleinige Ultraschalluntersuchung der Brust ist sehr häufig nicht ausreichend! Bestimmte Frühzeichen (insbesondere feine Verkalkungen) sind im Ultraschall nicht beurteilbar. Daher kann – wenn eine Mammographie medizinisch sinnvoll vertretbar ist – die Kombination bzw. das abgestimmte Vorgehen die aussagekräftigste Strategie sein. Es ist auch nicht in jeder Situation zur Vorsorge zusätzlich zur Tomosynthese ein Brustultraschall erforderlich – ob er sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren (z. B. Brustdichte, Alter und persönlicher Vorgeschichte) ab und wird bei Bedarf gemeinsam mit Ihnen ärztlich entschieden.
KI-Unterstützung in der Brustkrebsfrüherkennung – ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor
Im DZ Liesing setzen wir bei der Auswertung der Mammographie zusätzlich künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese KI ist kein Ersatz für die ärztliche Befundung, sondern dient als zusätzliche „zweite Sicht“, die Auffälligkeiten markieren und die Beurteilung unterstützen kann.
Mögliche Vorteile der KI-Unterstützung:
- Zusätzlicher Blick auf jedes Bild: Markiert auffällige Bereiche und kann helfen, subtile Veränderungen leichter zu entdecken.
- Mehr Konsistenz in der Beurteilung: Unterstützt eine standardisierte Auswertung und kann die Befundung im Alltag entlasten. So behalten unsere Radiolog*innen stets einen “wachen Blick”.
- Effizienz ohne Qualitätsverlust: Große Studien zeigen, dass KI-unterstützte Abläufe die Arbeitslast reduzieren können, bei gleichzeitig mindestens vergleichbarer Erkennungsleistung.
Früh erkennen – das österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
Im Rahmen des österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms („früh erkennen“) können sozialversicherte Frauen (insbesondere im Alter von 45–69 Jahren) alle zwei Jahre eine Früherkennungs-Mammographie in Anspruch nehmen.
Wie im Programm vorgesehen, werden Mammographieaufnahmen nach dem Vier-Augen-Prinzip unabhängig von zwei Radiolog*innen beurteilt. Im DZ Liesing wird diese doppelte ärztliche Befundung zusätzlich durch KI-gestützte Auswertung unterstützt – als zusätzliche Sicherheitsebene, ohne die ärztliche Entscheidung zu ersetzen.
ÜBRIGENS: Frauen ab 70 können sich mit einem einmaligen Anruf bei der kostenlosen Telefonnummer 0800 500 181 (Montag bis Freitag: 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr) für ein weiterlaufendes Früherkennungsprogramm auch über 70 hinaus freischalten lassen. Auch für Frauen ab 40 gilt, dass sie sich mit einem einmaligen Anruf in das Screeningprogramm einwählen können. Noch während ihres Anrufes wird die e-Card für die Früherkennungsmammographie freigeschalten.
Sollte Ihnen die automatisch versendete Einladung zur Früherkennungsmammographie nicht vorliegen, ist es bei uns möglich, zu kontrollieren, ob ihre e-Card für eine neuerliche Mammographiekontrolle freigeschalten ist (wir checken das gerne für Sie – rufen Sie uns an!).






